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Wichtige Information

Nordsee/Nordostatlantik: Nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände wird fortgesetzt

Stabile Perspektiven für deutsche Frischfischfischerei

Die Fischereiminister der Europäischen Union haben heute nach intensiven Verhandlungen die die Gesamtfangmengen für die Fischerei im Nordostatlantik, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer festgelegt. Die meisten Bestände bewirtschaftet die EU aber nicht alleine. Bereits im Vorfeld gab es deshalb trilaterale Verhandlungen mit Norwegen und dem Vereinigten Königreich sowie bilaterale Vereinbarungen mit dem Vereinigten Königreich.

Für einige Fischbestände konnten die Fangmengen für das kommende Jahr deutlich angehoben werden (vgl. Tabelle unten). So dürfen die Fischer im nächsten Jahr beispielsweise mehr Seelachs und Scholle fangen. Beim Wittling wird die Fangmenge um 46 % und bei der Seezunge sogar um 172 % angehoben. Es zeigt sich erneut, dass die nachhaltige Bewirtschaftung der letzten Jahre Früchte trägt und den Fischern und Verbrauchern steigende Fangquoten bringt.

Gesamtfangmengen und EU-Quoten für die wichtigsten Nordseebestände 2025

Bestand Gesamtfangmenge EU-Quote 2025 Veränderung TAC
(TAC) 2025 (in Tonnen) (in Tonnen) 2025/2024

Hering (Nordsee und Östlicher Ärmelkanal) 388.542 195.242 - 23,9 %
Seelachs (Nordsee und Skagerrak und Kattegat) 71.638 25.446 + 7.1%
Kabeljau (Nordsee) 19.910 7.106 - 20 %
Schellfisch (Nordsee) 95.862 11.686 - 5,5 %
Scholle (Nordsee) 155.755 103.624 + 14,2 %
Wittling (Nordsee) 111.861 26.645 + 46 %
Seezunge (Nordsee und Norwegische See) 10.000 8.300 + 172 %

Eine deutliche Erhöhung gab es bei der Seezungenquote in der Nordsee, die im nächsten Jahr mehr als verdoppelt werden konnte. Noch im letzten Jahr mussten die Fischer eine schmerzhafte Kürzung von 60 % hinnehmen. Diese Schwankungen finden so nicht in der Natur statt. In diesem Jahr ist das Bestandsmodell von ICES überarbeitet und an die tatsächliche Bestandssituation besser angepasst worden.

Beim Kabeljau wurde die Gesamtfangmenge ebenfalls deutlich abgesenkt. Dieser Bestand wird von ICES in drei Teilbestände unterteilt. Die Schwierigkeit besteht hier darin, dass der Grad der Durchmischung dieser Teilbestände zurzeit nicht bekannt ist. Im südlichen Teil der Nordsee einschließlich des englischen Kanals gibt es geringere Vorkommen als im nördlichen und nordwestlichen Teil. Dies könnte durch den Klimawandel bedingt sein. Der Kabeljau verlagert sein Verbreitungsgebiet seit längerem weiter nördlich. Man hat sich, wie bereits im letzten Jahr, darauf geeinigt, die Bewirtschaftung nach dem schwächsten der drei Teilbestände auszurichten, das sind die Vorkommen im südlichsten Teil des Verbreitungsgebietes. Die Fangmöglichkeiten für die nördliche Komponente wurden im Einklang mit den Vorsorgeempfehlungen des ICES für die südliche Komponente festgesetzt. Dieses Vorgehen war auch unter den beteiligten Wissenschaftlern nicht unumstritten. Allerdings soll der ICES im nächsten Jahr weiter an gebietsspezifischen Fangempfehlungen arbeiten.

Eine Absenkung um 24 % gab es beim Nordseehering. Norwegen, das Vereinigte Königreich und die EU wollen bei diesem Bestand ihr Bewirtschaftungsmodel im nächsten Jahr überarbeiten. Alle anderen Bestände bewegen sich im Rahmen natürlicher Bestandsschwankungen.

Die Verhandlungen zum Europäischen Aal dauern derzeit noch an. Gegebenenfalls wird über die Ergebnisse dazu zu einem späteren Zeitpunkt berichtet.


Kontakt: Claus Ubl 0176 - 832 10 604

Der Deutsche Fischereitag 2021 wird wie geplant als Präsenzveranstaltung vom 02. bis 04. November 2021 in Emden stattfinden. Es werden auch einige Veranstaltungen als Hybrid-Veranstaltungen zur Verfügung stehen, d.h. es wird neben der persönlichen Teilnahme auch die Möglichkeit geben, diese Veranstaltungen online zu verfolgen. Diese Veranstaltungen sind im Programm gekennzeichnet.

Wichtige Hinweise

Der Deutsche Fischereitag findet in den folgenden beiden Hotels statt:

Hotel Faldernpoort
Courbièrestraße 6 - 26725 Emden
Tel.: 04921 - 97520 -
info@faldernpoort.de

Parkhotel Upstalsboom
Friedrich-Ebert-Straße 73-75 - 26725 Emden
Tel.: 04921 - 8280 -
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Einige Veranstaltungen werden als Hybrid-Veranstaltung durchgeführt. Details entnehmen Sie bitte dem Programmheft.

Sollten Sie Interesse an der Teilnahme bei einer Hybrid-Veranstaltung haben, können Sie den entsprechenden Link unter folgender E-Mail-Adresse anfordern:

info@deutscher-fischerei-verband.de

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