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Pressemitteilung

Deutsche Nordseekrabbenfischer starten in neue Fangsaison

Gute Fangmöglichkeiten aber schwierige Perspektiven


Gute Zeiten für Krabbenliebhaber: Das "rote Gold" der Nordsee ist derzeit günstig


Die Winterpause ist vorbei. Nun gehen die deutschen Krabbenfischer an der Nordseeküste wieder auf Fang. Das stürmische Wetter der letzten Wochen hatte den Saisonstart etwas verzögert, aber jetzt brennen die Fischer darauf, endlich wieder zum Krabbenfang auf die Nordsee hinauszufahren.

Die Fangmöglichkeiten sind derzeit gut, so dass die Fangmengen deutlich über dem für diese Jahreszeit üblichen Bedarf liegen. Die Krabbenbestände sind weiterhin sehr produktiv und ermöglichen gute Anlandungen. Die Fischerei ist derzeit auf 1,5 Tonnen begrenzt. Durch die beachtlichen Fänge im Herbst letzten Jahres war der Preis deutlich gefallen und die Lager sind noch immer mit Krabben gefüllt. Diese 1,5 Tonnen fangen viele Fischer bereits nach zwei bis drei Tagen. Das ist für diese Jahreszeit nicht selbstverständlich.

Im letzten Jahr waren die Fänge zu dieser Zeit deutlich schlechter; der Preis für die Krabben hingegen war bedeutend höher. Durch den warmen Sommer war der neue Nachwuchsjahr-gang schnell in den Fang gewachsen und die Fänge nahmen immer mehr zu. Dadurch fiel der Erzeugerpreis binnen weniger Wochen von 9 auf 3 Euro je Kilogramm. Die guten Herbstfänge sind der Grund dafür, dass trotz guter Nachfrage die Lagerbestände eine reichliche Marktversorgung sichern.

Im Vorjahr hatte es Schlagzeilen gemacht, dass der Preis für ein Krabbenbrötchen auf über 10 Euro gestiegen war. Derzeit ist das "rote Gold" der Nordsee für die Verbraucher viel günstiger zu haben. Zurzeit bekommen die Fischer etwa drei Euro für das Kilogramm Krabben. Das beeinträchtigt allerdings die wirtschaftlichen Aussichten für die Familien-betriebe, die nach der Fangpause im Winter normalerweise höhere Umsätze brauchen, um die Kosten zu decken. Die Winterpause wird von den Fischern traditionell dafür genutzt, die notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Kuttern durchzuführen und die Netzte wieder einsatzklar zu machen. Sie hoffen jetzt auf viele hungrige Krabbenesser.

In Deutschland gibt es etwas mehr als 200 Krabbenkutter. Diese fangen durchschnittlich 10.000 bis 14.000 Tonnen Nordseekrabben im Jahr.


Kontakt: Claus Ubl 0176-832 10 604

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