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Pressemitteilung

Angriffe auf Angler und das Angeln beenden!

In letzter Zeit häufen sich mediale und administrative Attacken auf Angler und das Angeln. Initiativen zur Gesetzgebung mit Angelverboten und Medienproduktionen mit einseitigen, negativen Darstellungen des Angelns sorgen für wachsende Verärgerung in der Angler-schaft. Das Bundesumweltministerium legte Managementpläne für Natura 2000-Gebiete in Nord- und Ostsee vor, die ein pauschales und flächendeckendes Angelverbot enthielten. Es wird befürchtet, dass dies beispielgebend für Küstengewässer und Binnenland sein könnte. Eine Vielzahl von kleineren Maßnahmen wie lokale Nachtangelverbote, Betretungsverbote oder sonstige fangtechnische Beschränkungen sorgen an vielen Stellen für wachsende Un-ruhe bei den sonst eher unpolitischen Angelfreunden. In den Medien häufen sich Beiträge, die das Angeln in die Nähe von Tierquälerei rücken wollen.

Bei einer näheren fachlichen Überprüfung zeigt sich, dass sehr viele Vorwürfe substanzlos sind und eine zutiefst menschenfeindliche Ideologie sichtbar werden lassen. Es entsteht der Eindruck, der Mensch soll grundsätzlich aus der Natur und der Landschaft ausgeschlossen werden, weil jedwede menschliche Aktivität a priori als schädlich für die Natur angesehen wird. Daraus resultiert eine sinnfreie Verbotskultur zu Lasten des Menschen, die im Ergeb-nis aber keinen Nutzen für die Natur bringt.

In diesem Zusammenhang werden die positiven Aspekte des Angelns nicht ausreichend kommuniziert:

  • Angeln und Fischerei kann Mensch und Natur in vorbildlicher Weise bei einer nachhalti-gen Nutzung der natürlichen Ressourcen vereinen. Angeln ermöglicht ein tiefgehendes Naturerlebnis und die Gewinnung hochwertiger, schmackhafter Mahlzeiten.
  • Angeln hat einen großen sozialen Nutzen durch gesunde Naherholung und ermöglicht Gemeinschaftserlebnisse. Bei straffälligen Jugendlichen wurde in Großbritannien sogar eine geringere Rückfallquote festgestellt, wenn sie bei der Resozialisierung das Angeln erlernt haben.
  • Fischbestände und Gewässer werden durch Angler kompetent gehegt und gepflegt. Dies ist in der dichtbesiedelten Kulturlandschaft Deutschlands von großer Bedeutung.
  • Anglervereine und –verbände leisten viel bei der gewässerökologischen Ausbildung.
  • Die nachhaltige Bewirtschaftung der Gewässer und die Sicherung der Fischereirechte erfordert ein gut entwickeltes Instrumentarium zur Gewässeraufsicht, die durch zahl-reiche ehrenamtliche Fischereiaufseher ausgeübt wird.
  • In zunehmendem Umfang entwickelt sich der Angeltourismus zu einem relevanten Teil der Erholungswirtschaft.

Fische fangen in der freien Natur ist ein uralter Bestandteil menschlichen Lebens. In vielen Teilen des Landes ist das Fischen in vielfältiger Ausprägung ein unverzichtbarer Bestandteil der Landeskultur. Schon Ur- und Frühmenschen haben gefischt. Und nach allen Klima-, Umwelt- oder Atomkatastrophen werden die letzten Menschen an den Ufern von Binnen-gewässern und Meeren sitzen, um ihr Überleben durch Fischfang zu sichern.

DFV-Präsident Ortel fasst zusammen: „Man sollte endlich aufhören, den Menschen das Angeln abgewöhnen zu wollen und sich lieber um die wirklich wichtigen Probleme der Menschheit kümmern.“

Hintergrund:
In Deutschland angeln rund 3,8 Millionen Menschen regelmäßig oder gelegentlich. Rund eine Million gehören Vereinen oder Verbänden an und beteiligen sich an ehrenamtlichen Pflichten rund um die Gewässernutzung. In nahezu jedem Postleitzahlenbezirk ist mindes-tens ein Angelverein aktiv.

Der Angelsektor setzt in Deutschland mehrere Milliarden um und sichert zehntausende Arbeitsplätze.

Kontakt: Dr. Peter Breckling, Generalsekretär - 0173-975 64 19

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