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Pressemitteilung

Wieder da: Der Nordseekabeljau

- Erfolge beim Wiederaufbau des Bestandes -


- Dänische Kabeljaufischerei bekommt Nachhaltigkeitssiegel des MSC -


Der Nordseekabeljau war lange Jahre die Symbolart für die Überfischung der Meere. Jetzt tragen die erfolgreichen Bemühungen der letzten 10 Jahre Früchte. In der aktuellen Bestandsschätzung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) haben Wissenschaftler vorhergesagt, dass der Schwellenwert für eine nachhaltige Bewirtschaftung bereits im laufenden Jahr überschritten wird. Dieser Wert für die Größe des Elternbestandes war gerade von 150.000 t auf 165.000 t erhöht worden.

Die wissenschaftlichen Eckdaten in der Übersicht:

Die wissenschaftlichen Eckdaten in der Übersicht


Der schrittweise Wiederaufbau des Kabeljaubestandes ist ohne Fangstopp gelungen. Im Rahmen eines langfristigen Managementplanes gab es eine maßvolle Quotenfestsetzung. Hinzu kamen Beifangreduzierung und eine verbesserte Forschung. Mit einem "Kabeljau-Vermeidungsplan" wurden auf freiwilliger Basis Gebiete mit zeitweisen Kabeljaukonzentra-tionen, insbesondere in schottischen Gewässern, gemieden. Ein Fangstopp war dafür ebenso wenig notwendig wie ein Rückwurf-Verbot.
Diese Leistungen wurde bereits im September durch den Marine Stewardship Coucil (MSC) mit der Verleihung des Nachhaltigkeitssiegels für die dänische Kabeljaufischerei in der Nordsee besonders gewürdigt.
Die EU-Kommission hat vor kurzem einen Entwurf für einen neuen Managementplan vorgelegt, in dem die bisherige Seetagebeschränkung wegfallen und die Quotenfestsetzung flexibilisiert werden soll. Dies wurde nötig, weil der Kabeljau gemäß der Reform der EU-Fischereipolitik ab 2017 in das Rückwurf-Verbot einbezogen werden soll. Untermaßiger Kabeljau darf ab dem nächsten Jahr nicht mehr ins Meer zurückgeworfen werden. Er muss an Land gebracht werden und wird auf die Quote angerechnet, darf aber nicht für den menschlichen Konsum verkauft werden.
Die Befürchtungen von Umweltorganisationen, der Kabeljau würde aussterben, haben sich damit als haltlos erwiesen.

Zur Erinnerung:

Im Jahr 2002 veröffentlichte ein Dachverband britischer Umweltorganisationen die Mitteilung, der Kabeljau sei aus der Nordsee "bereits nahezu verschwunden".

2003 titelte Greenpeace, nur ein totaler Fangstopp könne den Kabeljau retten. Diese Position hatte sich auch die damals amtierende grüne Ministerin Künast zu eigen gemacht, konnte sie aber in der EU nicht durchsetzen.

Im Jahr 2004 hatte der WWF vorhergesagt, in 15 Jahren würde es keinen Kabeljau mehr geben.

2007 gab es Pressemeldungen über das Ende der Kabeljau-Fischer.

2008 warnten "Experten" immer noch vor dem Aussterben des Kabeljau, obwohl ein Wiederaufbau bereits begonnen hatte.

2010 sagte Rainer Froese im SZ Interview zum Kabeljau: "Dass die Bestände in Nord- und Ostsee kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Ich kann nicht einmal ausschließen, dass der Kabeljau in ein bis zwei Jahren verschwunden ist."



Kontakt: Claus Ubl 0176 - 832 10 604

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