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Pressemitteilung

Deutscher Fischereitag vom 23. bis 25. August 2016 in Potsdam

Präsident Holger Ortel eröffnet am 23.08.2016 um 17:00 Uhr den Deutschen Fischereitag in Potsdam. Bei der Eröffnungsveranstaltung gibt es ein Grußwort des Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, und der Staatssekretärin, Dr. Carolin Schilde, aus dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, des gastgebenden Landes Brandenburg.

Der Verbandstag gibt rund 250 angemeldeten Teilnehmern aus Politik, Verwaltung und der gesamten deutschen Fischerei die Gelegenheit, Informationen auszutauschen, eine fischereipolitische Lagebewertung vorzunehmen und gemeinsame Forderungen an die Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung zu richten.

Wichtigstes Thema sind die Lage und Aussichten der Fischerei in Binnengewässern und der Aquakultur; aber auch die Belange der Meeresfischerei werden behandelt.

Für die Fluss- und Seenfischerei stehen die Lösung der Probleme mit Prädatoren wie Kormoran, Reiher und Otter sowie die Erhaltung der Aalbestände im Vordergrund der Beratungen. Der Zugang zu den Ressourcen z. B. in Schutzgebieten belastet die Erzeuger zusätzlich.

Angeln ist eine sehr Natur- und Umwelt schonende Form des Fischens. Derzeit ist es unsere zentrale Aufgabe, generelle Angelverbote und unbegründete Einschränkungen des Angelns z. B. in Naturschutzgebieten der Nord- und Ostsee, ebenso wie im Binnenland, abzuwenden. Der Erhalt von Biodiversität und Lebensräumen in der Kulturlandschaft und der angemessene Umgang mit den Fischbeständen sind auf der Tagesordnung. Das Angeln sollte als nachhaltiger Naturschutz verstanden und vermittelt werden.

Die Aquakultur kann in Deutschland und in Europa nicht am weltweiten Wachstum der Branche teilhaben. Ungleiche Bedingungen bei der Erzeugung und am Markt verhindern hierzulande die Entwicklung der Betriebe. Der erschwerte Zugang zu den Ressourcen Fläche und Wasser sowie die wachsende Verbreitung von fischfressenden Prädatoren wie Kormoran, Reiher und Otter schließen Steigerungen der Produktion derzeit aus. Aquakultur-Einrichtungen sind perspektivisch unverzichtbare Bestandteile der Ökosysteme und erfüllen wichtige Aufgaben bei der Erhaltung der Biodiversität in der Kulturlandschaft.

Die Kutterfischer beraten die Umsetzung der Reform der europäischen Fischereipolitik sowie über die Planungen zum fischereilichen Management in Natura 2000-Gebieten außerhalb der Küstengewässer. Im Mittelpunkt steht außerdem die aktuelle Situation der Dorschfischerei in der Ostsee. Hier drohen existenzvernichtende Quotenkürzungen, weil völlig unerwartet der Dorsch-Jahrgang 2015 nach Angaben der Wissenschaft praktisch ausgefallen ist. Auf Initiative der EU-Abgeordneten Ulrike Rodust gibt es dazu ein Krisentreffen mit Spitzenbeamten der EU sowie aus Bundes- und Landesministerien, um über Hilfsmaßnahmen für die Betriebe an der Küste zu beraten.

Die Hochseefischer befassen sich mit der Umsetzung der EU-Fischereipolitik, z. B. den Detailregelungen des Rückwurfverbotes sowie Fragen der internationalen Fischerei außerhalb Europas.

Verschiedene Arbeitsausschüsse und Fachgruppen des Verbandes behandeln aktuelle Sachthemen.

Die Aalkommission bewertet in einer Vortragsveranstaltung die Umsetzung der deutschen Aalbewirtschaftungspläne und informiert über die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zum Aal.

Die Kormorankommission diskutiert Fragen im Zusammenhang mit dem Management der europäischen Kormoran-Population sowie Möglichkeiten zur Überwindung der Untätigkeit staatlicher Stellen. Sowohl für den Wiederaufbau der Aalbestände als auch für die Weiterentwicklung der Aquakultur in Deutschland stellen die übergroßen Kormoranbestände ebenso wie Fischotter und Biber ein wesentliches Problem dar.

Der Arbeitsausschuss für Gewässerschutz diskutiert aktuelle Probleme der aquatischen Lebensräume in Deutschland.

Der Deutsche Fischerei-Verband vereinigt rund 600.000 Mitglieder aus allen Sparten der deutschen Fischerei unter einem Dach.

Der Umsatz der Fangwirtschaft in der Meeresfischerei (Kutter und Hochsee) betrug im Jahr 2015 insgesamt 223 Millionen Euro (+ 7 %). Die Umsätze der Binnenfischerei und Fischzucht werden auf rund 200 Millionen Euro geschätzt. In der Erzeugung sind in Deutschland rund 7.000 Menschen beschäftigt.


Achtung Pressetermin:

23.08.2016, 10:00 Uhr im Raum E3 des Dorint Hotels Potsdam,
Hintergrundgespräch mit Präsident Ortel und anderen Verbandspräsidenten
(nur nach Anmeldung!)


Das komplette Programm entnehmen Sie bitte dem Anhang. Informationen zum Deutschen Fischerei-Verband finden Sie auf der Homepage: http://www.deutscher-fischerei-verband.de.

Nachfragen/Anmeldung: Medienreferent Claus Ubl (0176-832 10 604)

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