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Pressemitteilung

Nordseefischerei: „Die Beutel sind dicker geworden“

- Fangquoten auf wissenschaftlicher Basis deutlich angestiegen -


- Große Erfolge für nachhaltige Fischerei in den letzten Jahren -


Die Daten und Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Die Fischerei im Nordost-Atlantik einschließlich Nord- und Ostsee ist deutlich nachhaltiger geworden. Die Fischbestände in der Nordsee sind angewachsen und die Fangquoten auf der Basis wissenschaftlicher Empfehlungen angestiegen. Für die Fischerei bedeutet das im Vergleich zu 2011 mehr Fangmöglichkeiten. Der Verbraucher profitiert durch die Chance auf mehr einheimischen Wildfisch auf dem Markt.

Tabelle TAC Nordsee

Das Jahr 2011 war mitentscheidend für die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP), die im Jahr 2013 mit der neuen Grundverordnung beschlossen wurde. Damit wurden weitere Weichen für den Wiederaufbau der Bestände gestellt, und nun zeigen sich beeindruckende Erfolge.

Der Schollenbestand hat in den letzten Jahren ein neues Allzeithoch erreicht und der Nordseekabeljau, einst Symbolfisch für die Überfischung, wird voraussichtlich im laufenden Jahr die Nachhaltigkeitsschwelle überschreiten.

Es werden allerdings noch nicht alle Bestände nachhaltig bewirtschaftet. Die EU hatte mit der neuen GFP beschlossen, dass bis spätestens 2020 alle Fischbestände nachhaltig bewirtschaftet werden sollen. Dies wird voraussichtlich nicht vollständig gelingen, weil die wissenschaftlichen Bestandsschätzungen und die Managementvorhersagen nicht in allen Fällen die Realität widerspiegeln.

In einigen Quoten für 2017 ist erstmals auch ein „uplift“ für untermaßige Fische enthalten, die bisher zurückgeworfen werden mussten und erstmalig ab 2017 der Anlandepflicht unterliegen.

Kutterkapitän Dirk Sander aus Ostfriesland sieht dementsprechend Perspektiven für die Kollegen im Frischfischbereich: „Die Beutel sind eindeutig dicker geworden. Dafür haben wir Opfer gebracht, und das darf man uns nicht mit Fanggebietsschließungen kaputt machen. Wer immer noch behauptet, die Fische seien am Aussterben, der ist noch nie da draußen gewesen und hat keine Ahnung.“

So groß die Fortschritte im Nordost-Atlantik auch sind, in anderen Bereichen gibt es noch viel zu tun, um das Ziel zu erreichen, alle Bestände nachhaltig zu bewirtschaften. Speziell im Mittelmeer und im Schwarzen Meer ist die Überfischung ein anhaltend ungelöstes Problem. Im Mittelmeer gab es nur beim Thunfisch einen deutlichen Anstieg der Bestände und Fangquoten.


Kontakt: Claus Ubl 0176 832 10 604

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