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Pressemitteilung

Regionaler Fischereibeirat für die Ostsee (BSAC) feiert 10jähriges Jubiläum in Hamburg

- Viele hochrangige Gratulanten sind nach Hamburg gekommen -


Der Regionale Beirat für die Ostseefischerei wurde im März 2006 ins Leben gerufen. Heute tagen in Hamburg sowohl das Exekutivkomitee als auch die Generalversammlung. Aus diesem Anlass sind viele hochrangige Gäste gekommen, um einerseits zu gratulieren, aber auch um mitzudiskutieren.

Unter ihnen Werner Kuhn, Mitglied des Fischereiausschusses des Europäischen Parla-ments. "Der BSAC ist auch für das Europäische Parlament eine wichtige Informationsquelle und ein bedeutendes Beratungsgremium. Hier laufen die basisnahen Diskussionen, die für uns als Volksvertreter sehr großen Nutzen haben", so Kuhn.

Auch der Fischereidirektor aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. German Jeub, war gekommen, um die Glückwünsche von Minister Schmidt zu über-bringen: "Vor 10 Jahren standen wir vor den Scherben einer gescheiterten Fischereipolitik. Jetzt haben wir den Trend sinkender Fangmöglichkeiten umgekehrt. Die Bestände wachsen und die nachhaltigen Fänge sind stabil oder wachsen, zumindest im Nordost-Atlantik mit Nord- und Ostsee. Das wäre ohne die beratende Stimme des BSAC nicht so gut gelungen. Wir brauchen eine erfolgreiche Gesetzgebung, die leicht zu verstehen und gut zu über-wachen ist. Dabei wird uns der BSAC weiterhin hilfreich zur Seite stehen, auch bei der Einbeziehung der Freizeitfischerei."

Der Präsident der Generalversammlung, Prof. Steve Karnicki, blickte auf die vergangenen Jahre zurück: "Wir haben vor 10 Jahren in einer schwierigen Situation angefangen. Die Ostseefischerei war nicht überall gut geregelt und geordnet. Ein erster Höhepunkt war die Konferenz über Rechtstreue. Seitdem haben wir große Fortschritte bei der Umstellung auf eine nachhaltige Fischerei gemacht. Viele Bestände sind schon öko-zertifiziert, aber es gibt bei der Bewältigung von Bewirtschaftungsproblemen noch viel zu tun."

Über den BSAC
Die Einrichtung der Regionalen Beiräte war eine der Säulen der Gemeinsamen Fischerei-politik, die im Jahre 2002 verabschiedet wurde. Es gab zu diesem Zeitpunkt verschieden Interessensgruppen, die stärker in das Fischereimanagement der EU einbezogen werden wollten. In der neuen Grundverordnung der Gemeinsamen Fischereipolitik aus dem Jahre 2013 wurden Aufgaben, Zusammensetzung, Arbeitsweise und Finanzierung der Beiräte neu geregelt.

Das Hauptziel der Arbeit des BSAC ist die Beratung der EU-Gremien bei der fischereilichen Bewirtschaftung der Ostsee, um die EU-Fischereipolitik erfolgreich umzusetzen. Wichtige Aufgaben der letzten Jahre waren, Empfehlungen bei der Erarbeitung eines Mehrartenplans für die Ostseefischerei zu erarbeiten sowie Berichte zur Umsetzung der Anlandeverpflich-tung und zu den technischen Maßnahmen in der Fischerei zu erstellen.

Der BSAC setzt sich aus Vertretern aus dem Fischereisektor sowie anderen Interessen-gruppen zusammen. Der Fischereisektor umfasst Fischereiverbände, Erzeugerorganisa-tionen, Verarbeiter und Marktorganisationen. Zu den anderen Interessengruppen gehören beispielsweise Umwelt-NGOs, Verbraucher sowie Freizeit- und Sportfischer. Zu den deutschen Vertretern im BSAC gehören unter anderem der Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischerei und der Deutsche Angelfischerverband. Der BSAC wird von der Europäischen Union, den EU-Mitgliedstaaten rund um die Ostsee und seinen Mitgliedern finanziert.

Seit der Gründung ist der ehemaliger Vorsitzende des schwedischen Fischereiverbandes, Reine J. Johansson, der Vorsitzende des Exekutivkomitees. Die Generalversammlung wird von Prof. Steve Karnicki vom polnischen Seefischerei-Institut in Gdynia geleitet.



Kontakt: Claus Ubl 0176 - 832 10 604

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